"Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel"?

2007 legte Nils Rimkus seine Disseration vor. Der Titel der Arbeit nahm das Motto auf, unter dem die Bewerbung des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt Europas 2010 stand. Damit deutet der Autor an, dass diese Bewerbung als Maßnahme des Regionalmarketings zu sehen ist. Erste große Marketingkampagnen starteten bereits in den 1980er-Jahren und sollten den Strukturwandel im Ruhrgebiet vorantreiben. Waren sie erfolgreich?

 

Das Buch

 

Informationen

Der Strukturwandel im Ruhrgebiet greift tief und verläuft krisenhaft. Um ihn zu bewältigen, wird seit Ende der 1960er Jahre großer strukturpolitischer Aufwand betrieben. Dabei rückten auch „weiche“ Standortfaktoren, wie z.B. das Image der Region und die Identität der Bewohner, in den Fokus. Diese im gewünschten Sinne zu beeinflussen, ist das Ziel des Regionalmarketing, das seit den 1980er Jahren im Ruhrgebiet mit erheblichem Aufwand betrieben wird. Auf diese Weise, hofften und hoffen die Verantwortlichen, könnten Wettbewerbsvorteile in der wachsenden Konkurrenz um Unternehmen, Investitionen, Subventionen, um Bevölkerung und qualifizierte Arbeitskräfte erzielt werden.
Ist das Konzept aufgegangen? Ob und inwieweit das Regionalmarketing im Ruhrgebiet im Sinne seiner Ziele, das Image der Region und die Identität bzw. Mentalität der Bewohner zu beeinflussen, gewirkt hat – das ist die Frage, der das vorliegende Buch nachgeht. Anhand einer empirisch fundierten und scharfsinnigen Analyse gelingt dem Autor eine beweiskräftige Beantwortung. Ihre Relevanz ergibt sich auch aus ihrer Aktualität: Unter dem Motto „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ ist das Ruhrgebiet in 2010 die Kulturhauptstadt Europas.
Im Kern der Analyse steht die Interpretation repräsentativer Umfragen, die im Ruhrgebiet, in Hamburg, Berlin, München und Köln durchgeführt wurden. Ein Abgleich mit älteren Studien zeigt auf, wie sich Ruhrgebietsimage und Bewohneridentität im Zeitverlauf entwickelt haben. Die empirischen Abschnitte fußen auf der kritischen Diskussion zweier kommunikationstheoretischer „Richtungen“. Dabei stehen die Grundlagen des Regionalmarketing den Erkenntnissen des interpretativen Paradigmas gegenüber. Ein regionalhistorischer Abriss sowie eine Übersicht über Ausprägungen, Ziele, Mittel und Institutionen des Regionalmarketing runden die Analyse ab.  

 

"Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel"? Regionalmarketing im Ruhrgebiet als Einflußfaktor auf das Image der Region und die Identität ihrer Bewohner – Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage und Interpretation unter kommunikationstheoretischen Gesichtspunkten

Taschenbuch: 417 Seiten, 29,90 Euro
Europäischer Universitätsverlag (28. September 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 389966339X
ISBN-13: 978-3899663396

 

Der Hintergrund

Die Dissertation "'Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel'?" legte Nils Rimkus im Jahr 2007 dem Prüfungsausschuss der Fakultät für Philosophie, Pädagogik und Publizistik an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) vor. Dies war der wichtigste Schritt zur Promotion zum Dr. phil. im Fach Publizistik- und Kommunikationswissenschaft im gleichen Jahr.

Die Arbeit entstand im Rahmen seiner mehrjährigen Tätigkeit beim Bochumer Institut für angewandte Kommunikationsforschung (BIFAK). Dieses Institut, eine Ausgründung aus der RUB, hatte seit Beginn der 2000er-Jahre mehrere große, d.h. repräsentative Umfragen zu Ruhrgebietsthemen durchgeführt. Kooperationspartner dieser aufwendigen Studien waren u.a. RWE, die WAZ und die Projekt Ruhr GmbH.

 

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Kontakt

Dr. Nils Rimkus | Lohstraße 17 | 44809 Bochum
Fon: 0234 6239901 | Fax: 0234 6239825 | Mobil: 0178 2312779
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Ralf Rudzynski | Wickingstraße 13 | 45657 Recklinghausen
Mobil: 0177 2095919
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